ein heilsamer Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit
Akzeptanz
Akzeptanz

Akzeptanz

Die aktuelle Zeit ist sehr herausfordernd für mich. Da sind so viele Gefühle in mir, die sich melden und angeschaut werden wollen, dass es mich schon fast überfordert! Und läuft da nicht auch ständig ein altes Muster in mir ab? Das, was unangenehm ist, wegzuschieben? Nicht haben zu wollen? Und wenn ich es doch anschaue, dann erwarte ich, dass das Gefühl sich doch bitte sofort auflösen soll!

Kennst du das auch?

Nicht jedes Gefühl, nicht jede Anwandlung in mir, lässt sich sofort lösen. Manches klopft auch immer wieder mal an.

Solange ich es weghaben will, nehme ich es nicht wirklich an.

Vielleicht darf ich lernen, es genau so anzunehmen. Dass es eben da ist! Und ich möchte lernen, mich anzunehmen, mit allem, was eben gerade da ist. Ich darf mich selbst aushalten lernen! Und wenn es noch so unangenehm ist. Liegt darin nicht auch tiefer Friede und ein Gefühl von bedingungsloser Annahme?

Dieses Verhalten, die unangenehmen Dinge nicht haben zu wollen, wegzuschieben und zu ignorieren, es wird uns gerade auch ganz deutlich im weltlichen Geschehen vor Augen geführt.

Die ganze Welt ist im Widerstand gegen einen Virus, der einfach nicht verschwinden will. Wir bekämpfen ihn, wir versuchen ihn zu kontrollieren, doch nichts hat Erfolg. Was für ein vortrefflicher Spiegel für unsere Innenwelten! Und welch große Chance liegt darin, zu wachsen!

Es ist an der Zeit zu akzeptieren! Anzunehmen, dass der Virus da ist!

Niemand ist Schuld daran, dass er sich nicht auflöst.

Der Feind ist nicht im Außen zu suchen, sondern im Innern eines jeden Menschen. Hineinschauen und forschen.

Sich erlauben, verletzlich zu sein. Sich mit allem selbst aushalten zu lernen.

Anstatt die Schuld im Gegenüber oder im vermeintlichen Gegenpart zu suchen.

Ja, ich habe Angst! Ich möchte es ausblenden. Weil diese Angstenergien so unglaublich stark sind, dass ich glaube, verrückt zu werden und es nicht aushalten zu können.

Und es ist in dem Moment so einfach „den anderen“ die Schuld zu geben, denjenigen, die diese Angst schüren, denjenigen, die sich in die Angst hineinziehen lassen, denjenigen, die nicht hinterfragen usw. Aber ist das nicht nur eine Taktik, die eigene Angst nicht anschauen zu müssen? Indem ich wütend werde und vielleicht sogar hasse? Indem ich jemandem die Schuld geben kann, dass es mir so schlecht damit geht? Und sind es nicht meine eigenen Zweifel, die ich lieber nicht sehen möchte?

Es ist an der Zeit hinzuschauen! Nicht mehr die Schuld im Gegenüber zu suchen oder die Lösung allgemein im Außen zu erwarten. Sondern in mich zu gehen. Es da sein zu lassen. Es auszuhalten, wenn ich die Angst hochkommen lasse. Wenn ich mich dem Thema zuwende, anstatt es zu ignorieren. Vielleicht darf ich sogar neugierig sein, was diese Angst mir sagen möchte. Welche Erkenntnisse und welches Verstehen das Hinschauen und Hineinfühlen für mich bereit hält.

Wir alle haben Angst in dieser Situation. Jeder seine ganz eigene. Und ist es nicht letztlich das, was uns vereint? Anstatt uns durch Schuldzuweisungen zu spalten?

Ich habe für mich beschlossen, ab jetzt einen heilsamen Umgang mit der Thematik zu pflegen.

Und aus dieser Akzeptanz heraus öffnet sich auf einmal ein Raum! Und die sich aufdrängende Relevanz dieses Geschehens lässt auf einmal nach. Es gibt diese Räume und Zeiten, dort existiert der Virus für mich nicht. Doch die Thematik darf nun auf der anderen Seite auch präsent in meinem Leben sein.

Ich gehe tiefer. Ich möchte hinschauen. Was es mit mir macht. Und wie ich heilsam damit umgehen kann.

Und ich spüre, dass daraus eine neue Welt entsteht. Sie erwacht in mir. Und womöglich tut sie es auch da draußen.

Warum an dem alten Leben festhalten, wenn hier die Chance besteht, in eine völlig neue und wunderbare Welt zu wechseln?

Und ist dann nicht sogar Corona ein „Freund“, der dies ermöglicht?

Ich lasse den Wandel gerne geschehen! Ich bin neugierig. Und ich freue mich sogar darauf!

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