ein heilsamer Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit
Demut
Demut

Demut

Kennst du das auch? Du glaubst, du bist schon so weit gekommen auf deinem Weg, du hast so vieles erkannt, verstanden, integriert, erlöst und losgelassen.

Und du glaubst zu wissen, wie es geht. Du siehst die Schwachstellen der anderen, und ohne es zu merken, erhebst du dich über sie.

Du urteilst und wertest. Und du vergleichst.

Also, wie weit bist du wirklich gekommen? Und ist „weit“ nicht auch eine Bewertung?

Denn plötzlich wird dir der Spiegel vorgehalten. Tief und schmerzhaft. Und so glasklar, dass du nicht mehr wegschauen kannst.

Und du erinnerst dich, es schon mehrfach gehört zu haben, es irgendwo gelesen zu haben: sei demütig.

Und du hast geglaubt, du seist es doch längst.

Wenn du die Schönheit der Natur betrachtest, wenn du die Wesen deiner Tiere fühlst und wenn du so dankbar bist für den Ort oder den Moment, an dem du dich gerade befindest.

Und doch reicht es nicht. Du vergleichst. Dich, andere. Du schließt aus, wertest ab.

Und ja, dann gibt es einen Menschen, der es dir schlagartig ins Bewusstsein holt:

Du siehst nicht, was du wirklich erreicht hast. Du siehst nur, was NICHT da ist. Und du willst es unbedingt haben. Du willst verändern, missionieren, überzeugen. Andere. Und letztlich dich selbst. Du bist nie gut genug. Da ist noch mehr. Eine vermeintliche Niederlage kann nicht akzeptiert werden!

Und du bist so sehr gefangen in diesem Mechanismus, dass du ihn nicht mal bemerkst.

Doch zum Glück gibt es Spiegel! Und zum Glück gibt es Trigger. Und beide gehen so tief, dass du nichts anderes tun kannst, als hinzuschauen, als ehrlich mit dir selbst zu sein.

Und du erkennst: du bist nicht demütig! Allenfalls in einzelnen Momenten.

Wow, so ergeht es mir gerade!

Und ich erkenne, dass ich demütig sein darf, in jedem Moment meines Lebens.

Ich darf demütig die Aufgaben annehmen, die mir gestellt werden. Jede einzelne.

Ich darf demütig und dankbar auf die Menschen schauen, die meinen Prozeß begleiten. In welcher Form auch immer.

Denn sie alle dienen mir in meiner Entwicklung als Mensch und Seele.

Ich darf lernen, jeden einzelnen dort anzunehmen und stehen zu lassen, wo er sich befindet.

Gerade dann, wenn es nicht in mein „Konzept“ passt.

Und ich darf geduldig und liebevoll mit mir selbst sein, anstatt mich immer wieder zu Höchstleistungen anzutreiben, um vermeintlich besser oder perfekt zu sein.

Ich darf mich immer wieder an Demut erinnern! An Hingabe und Annahme.

Und ich danke meinem heutigen schonungslosen Spiegel von Herzen für den Schubs in die Bewusstwerdung! 🙏 ❤️

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