ein heilsamer Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit
Wahrnehmung und Wahrheitsfindung
Wahrnehmung und Wahrheitsfindung

Wahrnehmung und Wahrheitsfindung

Ich bekomme mit, dass viele Menschen momentan nach der Wahrheit suchen. Nach einer Wahrheit, die ihnen wieder einen Weg aufzeigt, die für Klarheit sorgt, in einer Welt, die aktuell keine Sicherheiten mehr bietet. Denn wer weiß, was morgen ist? Da kann schon wieder alles verändert sein.

Das macht Angst! Besonders weil die Suche nach der Wahrheit im Außen keinen Erfolg hat.

Was ist mit unserer Wahr-Nehmung? Können wir ihr trauen?

Dem, was wir sehen? Hören? Riechen vielleicht sogar?

Und sind diese Wahrnehmungen nicht begrenzt? Auf das eigene Umfeld?

Letztlich auf die eigenen Erfahrungen?

Was ich sehe und höre ist, dass jeder die Welt momentan irgendwie ein bißchen anders wahrnimmt.

Als seien dort ganz viele verschiedene Ebenen zugleich aktiv.

Und es werden gefühlt immer mehr. Mehr Wahrnehmungen, mehr Ebenen, mehr Meinungen.

Es herrscht große Unsicherheit.

Da jeder einzelne eine andere Wahrnehmung der Geschehnisse hat. Jeder.

Und vielleicht gibt es kein richtig oder falsch. Nur verschiedene Perspektiven.

Je nachdem mit welchen Erfahrungen und inneren Werten ich auf etwas schaue. Das ist wie ein Filter.

Für den Verstand ist die Wahrnehmung ohnehin sehr begrenzt. Und geht oftmals auch nur in eine bestimmte Richtung. Der Verstand will sich positionieren und sucht Gleichgesinnte, um sich abzusichern, dass er richtig ist.

Es gibt eben nicht DIE eine Wahrnehmung der Geschehnisse. Auch wenn es in dieser Zeit immer mehr Menschen und Institutionen gibt, die dies behaupten. Als einzige eine bestimmte Wahrheit zu kennen und sie verbreiten. Die Wahrheit über ein Virus, die Wahrheit über spirituelles Wachstum oder die Wahrheit über Vorgänge auf der Erde.

Die Wahrheit sieht für jeden einzelnen anders aus, entsprechend dem, was er mit seinen Sinnesorganen für wahr nimmt.

Doch wie finde ich meine ganz eigene Wahr-heit? Und wie kann ich sie leben, ohne mich von anderen Wahrnehmungen und Wahrheiten verunsichern zu lassen? Und gibt es die eine bestimmte Wahrheit wirklich nicht?

In der Tiefe, aus dem wahren Wesenskern, der wir sind, kommt eine andere Wahrheit.

Keine, die laut ist und schreit, um recht zu behalten. Sie ist leise aber eindrücklich. Und sie enthält ein Wissen, das mit nichts vergleichbar ist, was der Verstand je gelernt hat oder je begreifen könnte.

Und sie entbehrt oft jeder Bestätigung im weltlich Sichtbaren.

Deshalb ist es so schwer, sich selbst und seiner tiefen inneren Wahrnehmung zu vertrauen. Deshalb ist es so schwer, diese Wahrheit anzuerkennen.

Diese eine Wahrheit, die jeder tief in sich finden kann, wenn er nur bereit ist, sich selbst zu begegnen.

Die Wahrheit in der Menscheitsgeschichte

Und bei mir spielt dort noch etwas anderes mit: das Bewußtsein, dass die Menschen oft nichts wissen wollen, von dem, was man hinter den Dingen wirklich spürt. Sie sind nicht offen dafür.

Und da hinein schleicht sich eine altbekannte Angst.

Die Angst verurteilt und angefeindet zu werden. Die Angst vor dem Ausschluß. Die Angst vor dem Tod. Vor dem absoluten Ende. Angst vor der Auslöschung.

Diese Angst ist vermutlich so alt, wie die Menschheitsgeschichte.

Denn es waren in allen Zeiten und allen Kulturen diejenigen, die bestraft und zur Rechenschaft gezogen wurden, die die tiefe innere Wahrheit aussprachen und lebten.

Eine Wahrheit, die bedingt, dass man sich selbst hinterfragt, die einen womöglich mit seinen tiesten Ängsten konfrontiert und die die Macht hat, alles Gewohnte zu verändern.

Und deshalb wollen so viele sie nicht hören. Deshalb wurden wahrheitssprechende Menschen zum Schweigen verurteilt.

Nichts anderes geschieht gerade in unserer Welt. Jeden Tag. Überall.

Deshalb haben wir gelernt zu schweigen und die tiefe Wahrheit für uns zu behalten.

Doch allmählich erwachen wir. Und wir trauen uns wieder nach Draußen. Wir trauen uns mehr und mehr die Wahrheit zu leben. Weil es mehr und mehr Menschen gibt, die fähig sind, sich ihren Ängsten zu stellen und sich selbst zu hinterfragen. Und wir unterstützen diejenigen, die zu uns kommen und uns fragen. Jeder zu seiner Zeit und in seinem Tempo.

Es geht nicht darum, andere zu überzeugen. Das will der Verstand. Um nicht alleine da zu stehen.

Es geht ums tiefe Vertrauen zu sich selbst. Zu der Anbindung an etwas viel Weiseres und Höheres.

Um die Wiederanbindung an die Quelle selbst.

Vielleicht ist nun die Zeit, die jahrtausende andauernde Unterdrückung unserer Ahnen aufzulösen.

Im Grunde ist es so einfach: raus aus den äonenlang gelebten Mustern und unserer inneren Wahrheit folgen. Mehr braucht es nicht.

Eckhart Tolle nennt es ‚die Befreiung’.

„Ohne deine Vergangenheit bist du frei.“

Es braucht wohl noch eine Weile, das zu überwinden.

Doch wir wachsen jeden Tag. Über uns hinaus. Über das menschliche Ich hinaus. Und über die Behauptungen des begrenzten Verstandes hinaus.

Wir lernen, unserer inneren Wahrheit zu vertrauen und uns nicht mehr einzig auf die Wahrnehmungen unserer Sinnesorgane im Außen zu verlassen. Dafür sind sie wohl auch nicht vordergründig gemacht. Sondern dafür, das Leben als solches zu erfahren.

Es ist an der Zeit, die Perspektiven zu ändern.

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