ein heilsamer Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit
Im Fluß des Lebens
Im Fluß des Lebens

Im Fluß des Lebens

Geschrieben und empfunden nach einem „Schlagabtausch“ mit meiner Dualseele. Und für alle, die sich in dieser Konstellation wiederfinden. 🙂

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Ich finde unser letztes Gespräch eigentlich großartig! Da ist so viel drin! Es ist total spannend, es nochmals zu lesen. Zwei Pole, die sich umeinander bewegen, die in einer Mitte kurz aufeinander treffen und ruhen, bevor sie sich wieder abstoßen und dieses Umkreisen erneut losgeht. So verschieden und doch gehen sie einander in der Weite nicht verloren.

Jetzt, wo ich all das mit mehr Distanz betrachten kann, sehe ich wie großartig es eigentlich ist, was dort mit uns geschieht. Es erscheint mir wie ein Wunderwerk. Etwas zutiefst Unfassbares.

Es liegt so unendlich viel Kraft darin. Und Potential!

Das Potential der Veränderung. Ein Potential für Entwicklung.

Und das Potential der Öffnung.

Einander einem Naturgesetz folgend. Tief in der Annahme, diese Verbindung einatmend, fühlend, wahrnehmend. Die menschlichen Sinne sind zu begrenzt dafür, um es ausdrücken zu können.

Es geht über alles hinaus, was irdisch erfaßbar ist.

Und es gibt keine Worte mehr für dieses Geschehen und Geschehen lassen.

Sobald die Widerstände schmelzen, sobald das Wollen zur Ruhe kommt, sobald Erwarten in den Hintergrund tritt, ist es möglich mich in diesen Fluß des Geschehens fallen zu lassen.

Ich lasse mich mitreißen und treiben. Voll Freude, werde lachend durch Strudel gewirbelt und gleite im nächsten Moment wieder sanft dahin. Diese Fülle einatmend, die mich umgibt.

Fülle, die weder sichtbar noch fühlbar, noch riechbar oder sonst etwas ist.

Ich weiß nur, sie ist da! Und sie umgibt mich.

Und ich bin glücklich. Ich treibe dahin und zugleich beobachte ich es.

Ich bin neugierig und aufgeregt, was dort zu mir kommt.

Aber ich kann es kommen lassen. Denn ich vertraue.

Ich habe in diesem Moment ein so tiefes Vertrauen in dieses Geschehen zwischen den beiden Polen, dass ich es selbst kaum glauben kann.

Mein irdisches Ich hat so seine Zweifel. Und fürchtet erneute Abstürze.

Doch was kann schrecklich daran sein sich dem Fluß hinzugeben und zu spüren, dass man getragen wird. Dass selbst die Strudel mich nicht auslöschen, wenn ich sie einfach geschehen lasse. Ja, dass diese Strudel mir sogar Freude bereiten können.

Weil ich mutig bin. Weil ich lerne, mir selbst zu vertrauen.

Und ist dieses Geschehen zwischen diesen beiden erstaunlichen Polen nicht letztlich der Fluß des Lebens selbst?

Ich bin erfüllt mit Dankbarkeit, dies erkennen zu dürfen. Ein Teil davon sein zu dürfen. Es erleben zu dürfen.

Und ich bin so gespannt, wie es weitergeht!

Alles ist wundervoll und genau richtig.

Zeit spielt in diesem Umtanzen der Pole keine Rolle.

Bis sie ihren Tanz langsam austanzen. Bis die Bewegungen kleiner und sanfter werden. Bis sie sich wahrhaftig annähern können und miteinander verweilen können.

Verschmelzen womöglich sogar.

Und dann entstehen neue Welten.

Ist dies nicht das Spiel der unendlichen Universen?

Geschieht es also gerade ganz und gar in uns drin und direkt um uns herum?

Ausgelöst durch die immerwährende und stetig dichter werdende Annäherung der beiden Pole?

Ein Naturgesetz.

Und wer wären wir, könnten wir uns dem entziehen?

Wir haben keine Wahl.

Wir können uns nur solange sträuben, bis der Widerstand uns so große Schmerzen verursacht, dass wir endlich gewillt sind ihn aufzugeben.

Und ich begrüße jeden einzelnen Moment des Annehmens in mir mit großer Freude und Erleichterung. Jeder Moment des Geschehen-lassen-Könnens ist so wertvoll und unschätzbar wichtig, um wieder ein Stück weiter zu wachsen.

In zeitloser Bedingungslosigkeit.

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